„Gefährten“: Steven Spielbergs Epos über die Abenteuer eines „War Horse“

Meister-Regisseur Steven Spielberg hat ein neues Werk abgeliefert. Bild: Wikipedia / Gerald Geronimo

Meister-Regisseur Steven Spielberg hat ein neues Werk abgeliefert. Bild: Wikipedia / Gerald Geronimo

Wie in jeder Woche freuen wir uns ganz besonders auf den Donnerstag. Denn dann laufen die neuesten Blockbuster in deutschen Kinos an. Donnerstag ist also Kino-Tag auf MAX-TV. Zumindest was die Empfehlungen für Filme betrifft, die ihr euch vielleicht auch erst am Wochenende anschauen solltet. Heute treffen wir einen alten Weggefährten wieder – im wahrsten Sinne des Wortes, denn „Gefährten“ heißt auch Steven Spielbergs neuer Epos, der uns fast zweieinhalb Stunden lang in seinem Bann fesseln soll. Nominiert wurde „War Horse“, wie er im Original heißt, für sechs Kategorien bei den Oscars, unter anderem auch als „Bester Film“. In den USA lief das neue Werk von Steven Spielberg bereits Ende 2011 an. Deutsche Kinobesucher kommen ab heute in das bildgewaltige Vergnügen von „Gefährten“.

Die Freiheit des Meisters: Erzählungen mit Überlänge

Worum geht es in „Gefährten“? Dem Bauernsohn Albert Narracott (Jeremy Irvine) wird sein liebster Freund genommen. Als „War Horse“ muss der Vierbeiner im schrecklichen Ersten Weltkrieg zahlreiche Prüfungen und Abenteuer überstehen. Das sind die Zutaten für ein bildgewaltiges Spektakel mit einem eher ungewöhnlichen Hauptdarsteller. Aber damit hat Steven Spielberg ja Erfahrung. Mal war es der furchteinflößende weiße Hai, dann der knuffige Außerirdische E.T. – dieses Mal ist es eben ein Pferd. Und genau das macht die Sache so spannend: Die ungewöhnliche Erzähl-Perspektive, aus der Spielberg den gleichnamigen Kinderroman von Michael Morpurgo verfilmt. Zugegeben: Wo andere Filme gerne auf die zuschauergerechten 90 Minuten geschnitten werden, genießt Spielberg die Freiheit, diesen Epos in weit mehr als zwei Stunden zu erzählen. Gerade am Anfang hat das neue Spielberg-Werk deswegen einige Längen zu beklagen. Doch wer sich gerne vom Charme der Leinwand gefangen nehmen lässt, den wird es nicht stören.

Ein schlechter Reiter, ein guter Beobachter

Als kleiner Junge, so will es eine Anekdote, hat sich Steven Spielberg selbst am Reiten versucht – und scheiterte kläglich. Er gab es auf, liebt aber nach wie vor die Nähe der Pferde. Zehn Ställe nennt der Meisterregisseur auf seinem Anwesen sein Eigen. Er liebe es, morgens mit dem Stallgeruch geweckt zu werden. Womöglich hat ihn gerade das inspiriert. Und statt sich selbst auf den Sattel zu schwingen, beobachte er lieber. Im Falle von „War Horse“ hat Steven Spielberg mal wieder ganz besonders hingeschaut. Vielleicht hat es die Jury des Academy Awards ja auch getan und honoriert sein neues Werk mit zumindest einen Oscar. Wer sich davon überzeugen will: „Gefährten“ läuft seit heute in den Kinos.

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