Fröhliches Fest: Die TV-Tipps der Redaktion an Weihnachten

TV-Tipps an Weihnachten 2011

Es heißt ja nicht umsonst „Frohes Fest“ und „Fröhliche Weihnachten“. Damit das Fest der Liebe unterm Weihnachtsbaum noch ein wenig fröhlicher wird, haben wir euch die Top 5 der Weihnachtsfilme herausgesucht, die für den einen oder anderen Schenkelklopfer sorgen, aber vor allem eines vereint: die Liebe zum Detail. Mal amüsant, mal urkomisch, mal rührend. Das sind die Top 5 Weihnachtsfilme unserer Redaktion.

Zwei Weihnachtsmänner
Heiligabend, 9.35 Uhr auf SAT1

Wenn Bastian Pastewka als Hilmar Kess und Christoph Maria Herbst als Tilmann Dilling aufeinander losgelassen werden, dann wird es schräg. Zwei der begnadetsten Komödianten, die Deutschland zu bieten haben, und mit Tommy Jaud ein Drehbuchautor, der durch seine Erfolgsromane Vollidiot und zuletzt Hummeldumm den Durchbruch schaffte – das verspricht den Frontalangriff auf die Lachmuskeln. Und das ist noch untertrieben. Hilmar Kess ist ein erfolgloser Vertreter für Poolnudeln, der kurz vor Weihnachten aus Wien die Heimreise nach Berlin antreten will. Gleiches gilt für Herrn Dilling, den ehrgeizigen Wirtschaftsanwalt. Bis der Flug nach Bratislawa umgeleitet wird und das Unglück seinen Lauf nimmt. Kess und Dilling geraten von einem Schlamassel in das nächste, haben auf einmal sogar eine Leiche im Kofferraum und ebnen sich doch den beschwerlichen Weg in die deutsche Hauptstadt. Zwei Weihnachtsmänner kann man jedem nur ans Herz legen. Und dazu gleich noch Teil zwei, der am 1. Weihnachtstag ab 9.20 Uhr auf SAT1 ausgestrahlt wird.

Fröhliche Weihnachten
Heiligabend, 18.40 Uhr auf TNT Film

Eigentlich ist es eine Schande, dass diese Perle der Weihnachtsfilme nur auf einem Spartensender im Pay-TV zu finden ist. Dabei ist die Geschichte des kleinen neunjährigen Ralphie, der sich nichts sehnsüchtiger wünscht, als natürlich das original Red Rider BB Rifle Luftgewehr, Kompass inklusive. Dabei lässt Ralphie nicht unversucht, seine Eltern, seine Lehrerin und sonst noch jedem, der es wissen will, von diesem Geschenk zu überzeugen. Ohne vorerst großen Erfolg, denn: „Du wirst dir die Augen ausschießen!“ Aber es wäre ja nicht Weihnachten, wenn nicht doch noch ein Wunder geschehen würde. Die satirische Familienkomödie spielt im US-amerikanischen Indiana der 40er-Jahre und bedient alle Klischees der Weihnachtszeit pointiert mit viel Charme. Leider ist der Film immer noch nicht als DVD-Release in deutscher Sprache erhältlich. Wer also die Möglichkeit hat, diesen Klassiker und Geheimtipp zu sehen oder zumindest sich aufzeichnen zu lassen – unbedingt!

Schöne Bescherung
Heiligabend, 20.15 Uhr auf VOX

Familie Griswold will Weihnachten feiern. So weit, so schlecht: Denn Vater Clark W. Griswold junior ist ein wahrer Weihnachtsfanatiker, immer darauf bedacht, seinen Lieben das perfekte Fest zu liefern. Das fängt beim überdimensionierten Christbaum an und hört bei der festlichen Hausbeleuchtung auf, die selbst die heimischen Stadtwerke in die Knie zwingt. In Schöne Bescherung mit Chevy Chase in der Hauptrolle reiht sich ein Gag an den nächsten. Denn nicht nur Clarks Eltern und Schwiegereltern haben sich zu Besuch angekündigt. Cousin Eddie fragt erst gar nicht nach, ob er auch eingeladen sei. Und so nimmt das Chaos seinen Lauf. Also aufgepasst: „Eichhörnchenalarm!“

Die Muppets Weihnachtsgeschichte
Heiligabend, 21.55 Uhr auf Disney Cinemagic

Die Geschichte frei nach Charles Dickens (Gonzo der Große in seiner besten Rolle) ist bekannt: Ebenezer Scrooge ist ein Geizhals vor dem Herrn, dem der Sinn so gar nicht nach Weihnachten steht. Seine Mitarbeiter wie dem fleißigen Bob Cratchit (Kermit, der Frosch) will der Eisklumpen in Menschengestalt am liebsten selbst am Fest arbeiten lassen – selbstredend zu einem Hungersohn. Doch dann suchen den Kauz die Geister der vergangenen, der gegenwärtigen und der noch kommenden Weihnachtsfeste auf. Zwei Jahre nach dem Tod seines Vaters, dem legendären Jim Henson, führte Sohnemann Brian Henson 1992 Regie bei der wohl schönsten Fassung der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Eine der wenigen menschlichen Rollen spielt Michael Caine als Geizhals Scrooge. Und die Muppets fahren in der rührenden Story mit Musical-Einlagen alles auf, was die Puppenkiste zu bieten hat. Heraus kommt ein liebevoller, detailverliebter Film für Groß und Klein, ein Muss an Weihnachten.

Tatsächlich Liebe
1. Weihnachtstag, 14.50 Uhr auf ZDF

Wer seiner Liebsten eine Gefallen tun möchte, der schaut sich Tatsächlich Liebe mit ihr an – und wird feststellen, er hat sich damit selbst einen Gefallen getan. Denn in diesem britischen Episodenfilm aus dem Jahr 2003 geben sich die Stars die Klinke in die Hand: Hugh Grant, Colin Firth, Keira Knightley, Liam Neeson, Denise Richards, „Mr. Bean“ Rowan Atkinson – selbst für Heike Makatsch und Claudia Schiffer wurde ein Plätzchen freigehalten. Bei solch einem Aufgebot an begnadeten Schauspielern läuft ein Film schnell Gefahr, den roten Faden zu verlieren und sich die Stars gegenseitig den Charme zu rauben. Nicht aber bei Tatsächlich Liebe, der mal komisch, dann wieder sentimental daherkommt und die Zuschauer ins weihnachtliche London entführt. Vom britischen Premierminister über zwei aufstrebende Pornostars bis hin zum Stiefvater, der seinem zehnjährigen Sohn die Liebe erklären soll, und selbst doch noch nicht über den Tod seiner Frau hinweggekommen ist: Regisseur Richard Curtis ist eine wahrlich emotionale Weihnachts-Romanze gelungen, die immer wieder Spaß macht.

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